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Bürgerverein Infos

 

 

Bürgervereinsrunde am 03.12.2020 – Antwort des Oberbürgermeisters und der Verwaltung auf unsere Anfrage.

„Probleme der Verdichtung in St. Leonhard und Schweinau“

In der mündlichen Antwort im Zuge einer Videokonferenz wurde uns schon das Wesentliche mitgeteilt.
OB König wies nachdrücklich darauf hin, dass die Politik der Stadt Nürnberg hinsichtlich der Wohnbebauung und der Berücksichtigung von Grünflächen ab 2020 „komplett neu zu denken“ sei. Es würden keine Grünflächen mehr der Bebauung geopfert, sondern im Gegenteil „zentrale grüne Korridore“ angelegt; da es fünf Korridore sind, wählte die Verwaltung den Begriff „ Fünf-Finger-Konzept“ dafür.
Im Folgenden in gekürzter Form die schriftliche Antwort der Stadt:

„Die Innenentwicklung führt in kompakt gebauten Städten wie Nürnberg häufig zu Konfliktsituationen. Nürnberg strebt eine nachhaltige Verdichtung an, so dass die Bedürfnisse der Bewohner nach „Grün“ mit seinen vielfältigen sozialen, gesundheitlichen, ökologischen, klimatischen und landschaftsprägenden Funktionen im Rahmen der Innenentwicklung aktiv zu berücksichtigen sind. Langfristig orientiert sich die Stadt am Masterplan Freiraum und am Leitbild „Grüne Finger“ (Stadtratsbeschluss vom 04.03.2020), welches im Stadtgebiet radial verlaufende Grünzüge darstellt. Es ist Arbeitshilfe in der großräumigen Planung und Baustein zur Fortentwicklung des Flächennutzungsplans. Es bietet bei Transformationsprozessen von Flächennutzungen Chancen einer grünen Umstrukturierung.

Für St. Leonhard und Schweinau beinhaltet das Konzept einen Grünzug, welcher zuerst entlang der Westseite der Bahnlinie Richtung Schwabach und dann vor dem Haltepunkt Eibach nach Westen, über den Schweinauer Buck, entlang des Röthenbacher Landgrabens zum Faberwald führt. Eine Freiraumverbindung für Fußgänger und Radfahrer soll diesen Grünzug begleiten. Dafür hat die Verwaltung bereits eine Konzeptstudie erarbeitet. Ein konkreter Schritt zur Realisierung des Grünzugs im Bereich Schweinau könnte die Verlagerung der ausgedehnten Stellplatzanlage östlich der Lochner Straße, westlich der Bahnlinie sein, um auf dieser Fläche dann „öffentliches Grün“ zu etablieren.“

Zur Schulsituation führt Cornelia Trinkl, die zuständige Referentin, aus: „Bei allen beabsichtigten und anstehenden Baumaßnahmen wird auch das Referat für Schule und Sport um Stellungnahme gebeten. Die zu erwartende Bevölkerungssteigerung im Schulkindalter fließt dabei auch in die Planung der Schulflächen ein. Tatsächlich ist es so, dass die Planung und Umsetzung für die Erweiterung der Schulräume unter der Erfüllung aller gesetzlichen Vorgaben aber oft länger dauert als private Bauvorhaben. Daher kommt es befristet teilweise zu Überbelegungen an Schulen bzw. es werden vorübergehende Maßnahmen erforderlich. Zur dauerhaften Entlastung sind in den kommenden Jahren folgende Erweiterungen an Schulen vorgesehen:

Grundschule Henry-Dunant-Schule: Ersatz- und Erweiterungsbau von einer vierzügigen auf eine fünfzügige Grundschule mit integrierter Ganztagsbetreuung, 2-fach-Sporthalle und erneuerten Außenanlagen

Mittelschule St. Leonhard: Umbaumaßnahmen und Umbau der Kleinhallen mit baulicher Erweiterung. Im 2. Bauabschnitt Umnutzung von Horträumen für einen vollausgebauten gebundenen Ganztag

Grund- und Mittelschule Carl-von-Osietzky-Schule: Umfassende Sanierung bzw. Generalsanierung sowie Erweiterungsbau für Schul-, Betreuungs- und Jugendhilfezwecke incl. Sportanlagen

In den Haushaltsberatungen für das Jahr 2021 sind alle vorgeschlagenen Investitionsmaßnahmen in Bildung bewilligt worden. Damit wird das große Bemühen um eine ausreichende und gleichzeitig qualitätsvolle Infrastruktur für Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen deutlich gemacht.“

 

 

 


 

Eingabe für die Bürgervereinsrunde mit dem Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg am 3. Dezember 2020

Verdichtung und Nachverdichtung in St. Leonhard und Schweinau

Welche Grenzen einer weiteren Verdichtung und Nachverdichtung bestehen für Stadtverwaltung und Stadtrat? Es müsste sich eigentlich von selbst verstehen, dass in besonders dicht besiedelten Stadtteilen eine Verdichtung und Nachverdichtung nicht mehr möglich sein sollte.

In St. Leonhard, Schweinau und Sündersbühl lebten Ende 2017 durchschnittlich 82 Einwohner/ha (städtischer Durchschnitt 29 EW/ha). Allein mit den momentan bekannten Baumaßnahmen sollen bis 2024 3.670 neue Einwohner hinzukommen, was einer Nachverdichtung auf 94 Einwohner/ha entspricht. Besonders dicht besiedelt ist St. Leonhard. Wie viele Einwohner sollen es noch werden, wo liegen die Grenzen?

Die Auswirkungen eines blindwütigen Baubooms in den Großstädten werden seit Jahren diskutiert, eine qualitative Verbesserung hat sich bisher nicht ergeben. Zwar wurde im Baulandbeschluss von 2017 unter anderem ein Orientierungswert beim Geschosswohnungsbau von 20 m² öffentlicher Grünfläche pro Einwohner fixiert, dieses lobenswerte Ziel aber gleich wieder durch die Möglichkeit kassiert, sich seitens der Bauträger mittels einer Ablöse davon freizukaufen. Ähnliches gilt bei der Verpflichtung, Stellplätze zu schaffen.

Großstädte wie Nürnberg verstehen sich offenbar weiter als Wohnungsautomaten. Blind erscheinen uns die Verantwortlichen in Verwaltung und Stadtrat gegenüber den sozialen, verkehrstechnischen, gesundheitlichen und klimatischen Auswirkungen. Dicht besiedelte Stadtteile wie St. Leonhard verwandeln sich in den Sommermonaten in Glutöfen mit bis zu 40 Grad Hitze. Die gesundheitlichen Folgen liegen auf der Hand. Wo liegen die Grenzen? Für das Mikroklima im Stadtteil nützt es wenig, dass vielleicht in einigen Kilometern Entfernung ein Park angelegt oder einer im Stadtteil saniert wird, wenn man hier gleichzeitig eine ganze Kleingartenanlage überbaut. Es kommt darauf an, Grünflächen, auch geringerer Ausdehnung, innerhalb der Stadtteile zu erhalten, und nicht, wie in der Hinteren Marktstraße und in der Webersgasse geschehen, für die Bebauung freizugeben. Wie viele Grünflächen sollen noch dem ausufernden Bauboom weichen?

Blind erscheinen uns die Verantwortlichen in Verwaltung und Stadtrat für die Minimalerfordernisse der Infrastruktur. Jahrelang türmten sich im Schulhof der Leonharder Schule die Klassenzimmercontainer aufeinander, bis Abhilfe mit der Michael-Ende-Schule geschaffen wurde. Diese Schule ist jetzt schon wieder an die Grenze ihrer Kapazität gelangt. Sind die Schulcontainer schon bestellt? Ähnliches wird den anderen Schulen in unseren Stadtteilen geschehen. Sollte, was die Infrastruktur anbelangt, nicht zumindest auf die Kinder Rücksicht genommen werden?
Und schließlich erreicht man mit einer allzu ausufernden Nachverdichtung nur das Gegenteil von dem, was man eigentlich will. Sie wirkt in vielen Fällen kontraproduktiv, was man an der starken Fluktuation in unserem Stadtteil ablesen kann: Familien ziehen, sobald sie es sich leisten können, wieder weg.

Zurück zur Eingangsfrage: Wo liegen für Stadtverwaltung und Stadtrat die Grenzen einer weiteren Verdichtung und Nachverdichtung?

Mit freundlichen Grüßen Klaus Thaler, 1. Vorsitzender Bürgerverein St. Leonhard/Schweinau e. V.

 

 

 


 

Jahresbericht des Vorstands zur Jahreshauptversammlung 2020

(die coronabedingt nicht am 23. Oktober, wie geplant, stattfinden konnte)
Unser Vereinsjahr ging diesmal vom 30. Oktober 2019 bis zum 23. Oktober 2020.

Nach der Jahreshauptversammlung vom 30. Oktober 2019 stellten wir uns schon innerlich wieder auf die „Runden und Eckigen Tische“ ein, auf die diversen Bürgervereinsrunden, auf die ausführlichen Vorbereitungstreffen für die Nachbarschaftsfeste. Und, beim Weihnachtsessen im Sündersbühler Bräustüberl war die Welt noch in Ordnung.

Damit war im März Schluss! Schön, dass wir uns am 13. März 2020 in Corinnas Haar Studio noch mit dem „ewig lockenden Haar“ beschäftigen konnten. Die Beschränkungen wegen der Pandemie brachten das gesamte Vereinsleben zum Erliegen. Kommunalpolitisch konnte am 15. März gerade noch die Wahl ordnungsgemäß durchgeführt werden. Wer sich aber auf ein Jahr Bürgervereinsurlaub einstellte, wurde bitter enttäuscht.

Beim Stammtisch im Garten des „Schloss Egg“ und in den nächsten Tagen erfuhren wir von der drohenden Bebauung der Grünfläche in der Hinteren Marktstraße. So mussten wir uns für die nächsten drei Samstage keine Gedanken um die Ausgestaltung des Vormittags machen. Wir umkreisten mit verschiedenen Besuchergruppen das Gelände, das bebaut werden soll.

Die Hauptarbeit leistete Marion Simon, die bis jetzt zwei sehr fundierte Briefe an unsere königliche Hoheit schickte und die die Medien verständigte. Ein Gespräch mit dem Baureferenten der Stadt Nürnberg Daniel Ulrich war nicht von Erfolg für uns gekrönt. Im Juli erreichte uns dann eine weitere skandalöse Nachricht: auf dem Grund des Pfarrgartens und Pfarrhauses in St. Leonhard soll eine achtstöckige Seniorenresidenz mit Friedhofsblick errichtet werden. Zu dieser evangelischen Gemeinde, vor allem zu dem Kirchenvorstand, fällt mir wirklich nichts mehr ein – oder auch, da muss des Sängers Höflichkeit schweigen.

Unserer Meinung nach verstünde es sich von selbst, dass gerade besonders dicht besiedelte Stadtteile wie St. Leonhard – Schweinau weniger – nicht weiter verdichtet und nachverdichtet und nachnachverdichtet werden, dass vor allem keine Grünflächen dem blindwütigen Bauboom geopfert werden dürfen. In St. Leonhard wohnen auf einem Quadratkilometer ca. 12.000 Einwohner. Hier werden Grünflächen geopfert, in Erlenstegen mit ca 1.100 Einwohnern pro Quadratkilometer kauft die Stadt eine Grünfläche auf, damit nicht gebaut werden kann. Blindwütig nenne ich den Bauboom, weil die Stadtmütter und -väter, wie auch die Verwaltung und die Baufirmen blind sind, was die Infrastruktur anbetrifft. Ich sehe schon die Schulcontainer an der Michael-Ende-Schule und an der Amberger Schule stehen. Blind sind die Verantwortlichen auch, was das Mikroklima im Stadtteil angeht. In den heißen Sommern werden unsere Stadtteile zu Glutöfen, aber die sog. Verantwortlichen wohnen wohl nicht hier.

Flächen werden auch immer noch für die Parkplätze bei Discountern und Supermärkten geopfert. Diese Todeszonen für Pflanzen und Insekten sind für mich das eklatanteste Beispiel für eine ziemlich verfehlte Bodenpolitik, die immer noch davon ausgeht, dass die Welt ein aufblasbarer Luftballon ist.

Es gibt wohl einige Stadträte der Grünen, der ÖDP und der SPD, die uns unterstützen, aber die wenigen Stadträte machen noch keinen Sommer. Die Grünen haben nun einen sehr dankenswerten Antrag eingebracht, nämlich dass die Bürger und vor allem die Bürgervereine an der Stadtplanung beteiligt werden. Mal sehen!

Die Vorkommnisse haben allerdings auch ein Gutes, sie haben in einer bisher bei uns nicht erlebten Weise das Engagement gefördert. Marion Simon, Petra Nacke, Susanne Rosiwal Faigle, Nicole Schwenk, Thomas Geismann, Claus Bößenecker vor allem haben in sehr produktiver Gruppenarbeit das Thema behandelt und an die Öffentlichkeit gebracht.

Was wir tun können, das ist allein Aufklärungsarbeit betreiben und appellieren. Ja, der Bürgerverein kann durchaus das Gewissen eines Stadtteils sein. Aber, das ist ja jedem klar, wir haben weder Macht noch Einfluss. Wir sind auch zu wenige. Anders als in anderen Stadtteilen gehört es bei uns nicht zum guten Ton, beim Bürgerverein Mitglied zu sein. Das hängt von der Bevölkerungsstruktur ab. Wir werden in den nächsten Monaten Mitgliederwerbung betreiben müssen, vor allem bei den Neubürgern im Stadtteil. Das war nun ein etwas anderer Jahresbericht als in den letzten Jahren.

Wer will, kann einen schriftlichen Diskussionsbeitrag beisteuern.
Herzlichen Dank für Euere Aufmerksamkeit!
Klaus Thaler, 1. Vorsitzender Bürgerverein St. Leonhard / Schweinau

 

 

 


 

Jahresbericht des Vorstandes zur Jahreshauptversammlung am 30. Oktober 2019

Unser Vereinsjahr ging diesmal vom 25. Oktober 2018 bis zum 30. Oktober 2019.

Am schönsten wäre es, wenn wir unser Vereinsjahr bei der Bunten Nacht beginnen würden und bei der Bunten Nacht nächsten Jahres enden lassen könnten. Auch dieses Jahr war unsere Dunkelheitsvernissage Gott sei Dank keine Regenschauervernissage, wiewohl wir morgens noch um das gute Gelingen bangten. Meiner Meinung sollten wir auch in den nächsten Jahren bei unserem – neudeutsch ausgedrückt – Format bleiben. Gerade weil unser Fest kein Bierfest ist, von anderen Festen in positiver Weise absticht, wird es gerne aufgesucht. Die dezente Atmosphäre ist eine gute Voraussetzung, um mit Freunden anregende Gespräche zu führen oder neue Kontakte zu knüpfen.

Neue Kontakte, ein wichtiges Stichwort: In diesem Jahr

wurde in der evangelischen Gemeinde ein neuer Pfarrer, Herr Geisler, eingeführt, der Pfarrer Grieshammer ablöste. Er hat sich auch gleich mit uns in Verbindung gesetzt, so bei einem unserer Stammtische. Die evangelische Kirche bietet immer qualitativ hochwertige, von Gunnar Sinn organisierte Kulturveranstaltungen an. Ich verweise jetzt ganz einfach auf den Artikel in der 15. Ausgabe unseres Stadtteilmagazins. Eine ähnlich gute Verbindung besteht zum Jugendzentrum „Neue Bertha“. Das Bertharestaurant war auch diesmal wieder eine recht stilvolle Veranstaltung.

Leider haben wir bei unseren Schulen, was die Lehrkräfte anbetrifft, eine hohe Fluktuationsrate. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit den Schulen und eine entsprechende Mitarbeit an unserem Stadtteilmagazin nicht so leicht möglich.

Zum Kinder- und Jugendhaus Stapf habe ich nun die Bürgervereinsfühler ausgestreckt und ein erstes Treffen fand am 8. Oktober in Form einer Führung mit einem anschließenden Konzert statt.

Die gute Zusammenarbeit mit der Villa Leon hat nun schon eine gewisse Tradition. Freilich sind die Vorbereitungstreffen für das Nachbarschaftsfest etwas quälend, aber das Fest selbst ist eigentlich immer ein Erfolg, noch mehr, wenn die Temperatur unter 35 Grad ist. Ich habe mit der Villa eine Veranstaltungsreihe gestartet, die zunächst dem Namenspatron der Kurt-Karl-Doberer-Straße gewidmet war. Ein herausragendes Beispiel für stilvolle Veranstaltungen ist unsere Stadtteilgalerie, die Ernst Jocher wie immer perfekt führt. Der Bürgerverein begrüßt diese Arbeit sehr und beteiligt sich ja auch, wenn es gewünscht wird.

Bei allem, was ich bisher ausgeführt habe, geht es vor allem darum, dass wir in unserem Stadtteil einen Raum einnehmen, den andere Organisationen nicht einnehmen können. Bei uns können sich Anhänger verschiedener Parteien treffen, wir sind überparteilich und überkonfessionell. Wir sind auch kein reiner Vergnügungsverein, und wenn schon Vergnügen, dann qualitativ hochstehende.

Soweit zu unserem Spielbein, das aber für den inneren Zusammenhalt unseres Vereins sehr wichtig ist. Dazu noch einige Worte. Unser Verein ist eine hervorragende Einrichtung für Menschen in unserem Stadtteil, die nicht allein zu Hause sitzen wollen. Bewährt haben sich unsere monatlichen Stammtische. Aber jeder, der mehr Kontakt möchte, kann natürlich bei allen anderen Aktivitäten mitmachen. Unser Stadtteilmagazin, jetzt bereits die 16. Ausgabe, wird gerne gelesen und ist auch ein Bindeglied für unseren Verein. Hier muss auch an unsere Webseite erinnert werden, die Sabine Dichtler betreut, und die immer wichtiger wird für Interessierte an unserer Arbeit.

Was noch ausgebaut werden kann, sind Wandertage. Der letzte nach Seligenporten war sehr angenehm und zusammen mit meinem Italienischkurs und einigen versprengten Wanderern, die am Hauptbahnhof ihre Wandergruppe nicht gefunden hatten, waren wir über zwanzig Teilnehmer. Mehr wären auch gar nicht in die Kutsche gegangen, die uns von Seligenporten nach Allersberg zurückbrachte. Wie gesagt, da kann noch etwas getan werden und ich gebe den Plan einer Weinbergwanderung, den Ernst Jocher schon hatte, noch nicht auf.

Jetzt aber zum Standbein unserer kommunalpolitischen Arbeit, zu unserem Bemühen um unseren Stadtteil. Ich verweise auch hier auf die entsprechenden Artikel in unserem letzten Stadtteilmagazin. Zunächst zu unseren mehr oder weniger sicheren Erfolgen. Der Grünzug vom Schweinauer Buck bis zum Westpark wird langsam Planungsrealität, da ist zwar noch längst kein Baum gepflanzt, aber wir können zuversichtlich sein. Beim Treffen im Umweltreferat am 10. Oktober waren alle betroffenen Bürgervereine eingeladen und die Projektplaner der Stadt Nürnberg schmiedeten schon mal die ersten „Nägel mit Köpfen“.

Viel Zeit haben wir dieses Jahr an den verschiedenen Runden Tischen, vor allem im Schloss Egg, verbracht. Wichtig sind auch die Bürgervereinsrunden im Rathaus. Im Schloss Egg wurde nun mit Angehörigen der Stadtverwaltung aus den einzelnen Referaten alles durchgesprochen und entsprechende Beschlüsse gefasst: Ob es nun um die Vermüllung geht, um Verkehr und Sicherheit oder um den Kontakt zu unseren Mitbürgern in der Straße. Stefan Boos vom Quartiersmanagement haben wir es zu verdanken, dass nun auch eine Litfasssäule eingesetzt wird, eine umgewidmete Bratwurstgrillbude. Dort habe ich unser Stadtteilmagazin aufgeklebt, dort ist das Protokoll unserer Runden Tische angeschlagen. Es tut sich etwas, auch etwas, was wir nicht so sehr wahrnehmen, z.B. die nächtlichen Kontrollgänge des Ordnungsamtes. Erst vor einem Monat, am 18. September, hatten wir zum Thema Schweinauer Straße eine Ausschusssitzung des Stadtrates im großen Sitzungssaal. Also neben der Verwaltung kümmern sich auch die gewählten Stadträte um unsere Probleme.

Ebenso wichtig wie diese Aktivitäten ist jedoch das Engagement der Mitbürger, die durch unsere Bemühungen oder durch ganz eigenen Antrieb angeregt werden, etwas zu tun. Ein junger Mann, Mikey Lewis, der in der Schweinauer Straße wohnt, hat in diesem Jahr die Pflanztröge dort betreut und ist jetzt eigentlich offiziell Pate für all diese Tröge. Er gestaltet diese Tröge so liebevoll, dass auch die Schmutzfinken in der Straße seine Arbeit respektieren, so jedenfalls sieht es aus. Er hat auch für diese Ausgabe unseres Stadtteilmagazins einen Text verfasst und die passenden Bilder hinzugefügt. Wenn uns das gelingt, Mitbürger zu ermutigen, sich einzubringen, auch ohne Mitglied bei uns zu sein, dann ist schon sehr viel gewonnen.
Natürlich ist es besser, bei uns mitzuarbeiten, denn unsere Arbeit zeichnet sich durch Nachhaltigkeit aus, früher hat man gesagt, wir sind halt Dickbrettbohrer.

Herzlichen Dank und weiteres frohes Schaffen!
Klaus Thaler, 1. Vorsitzender Bürgerverein St. Leonhard/Schweinau

 

 


 

Jahresbericht des Vorstandes zur Jahreshauptversammlung am 25. Oktober 2018

Unser Vereinsjahr ging diesmal vom 27. Oktober 2017 bis zum 25. Oktober 2018.

Auch dieses Jahr können wir nicht alle einzelnen Aktivitäten aufzählen, bei denen wir uns engagiert haben. Wenn wir von der Gruppe unserer aktiven MitstreiterInnen plus Vorstand ausgehen, dann kommen wir immer auf ca. 100 Termine. Ich werde diese Aktivitäten im weiteren Fortgang des Jahresberichtes noch erwähnen.

Ein herausragendes Ereignis war im letzten Berichtsjahr der Bau und die Einweihung der Michael-Ende-Schule. Dieses Jahr sind es etliche Baumaßnahmen, die in St. Leonhard und Schweinau im Gange sind. Hier nur eine kleine Auswahl:

Baumaßnahmen am Leonhardsplatz, in der Schwabacher Straße, leider am Westpark, in der Schweinauer Hauptstraße, an der Nopitschstraße. Die Bebauung des Cebal-Geländes nimmt Gestalt an, hier durch BMW und Edeka. In der Orffstraße baut Project-Immobilien, und das Akzo-Nobel-Gelände soll, das ist ganz in unserem Sinne, eine Wohnanlage mit Jugendzentrum und Kindergarten erhalten. Erfreulich ist dabei, dass wir mit eingebunden werden. Project-Immobilien hat uns schon frühzeitig über die Planungen informiert und das Evangelische Siedlungswerk ESW, das Akzo-Nobel bebaut, hat uns schon bei dem Architektenwettbewerb hinzugezogen. Claus Bößenecker hat schon mal eine Eiche, die an einer Ecke des Geländes lebt, gerettet.

Wichtig war für uns im Jahr 2017 die 700-Jahr-Feier St. Leonhards. Im Rückblick auf dieses Jahr können wir von einer Reihe gelungener Veranstaltungen sprechen. Im Jahr 2018 sind wir eher zukunftsgewandt, siehe schon die Baumaßnahmen in unseren Stadtteilen. In deren Folge wird unvermeidlich eine erhebliche Verdichtung, ein Zuwachs an Gebäuden und an Bevölkerung eintreten. Umso wichtiger und notwendiger ist es, dass auf den Ausbau und die Pflege von Grünflächen Wert gelegt wird.

Bei uns steht deshalb ein Projekt ganz im Mittelpunkt unserer Bemühungen: der Grünzug vom Schweinauer Buck bis zum Westpark. Angeregt haben dieses Projekt Claus Bößenecker und der Bund Naturschutz. Wir begannen schon sehr früh, uns Gehör zu verschaffen, das war bei der Bürgerversammlung Anfang Februar, der erste Spaziergang vom Schweinauer Buck bis zum Westpark fand im März statt, auch in der Bürgervereinsrunde mit dem Oberbürgermeister und den Referaten der Verwaltung sprachen wir das Thema an, den zweiten Spaziergang unternahmen wir Ende September.
Nun steht auch noch die Neugestaltung des Marie-Juchacz-Parkes an.

In der Diskussion beim Nachbarschaftsfest an der Villa Leon wurde das Thema „Grünflächen“ ebenfalls angesprochen.

Bei derartigen Vorhaben ist es immer gut, mit anderen Organisationen zusammenzuarbeiten, dem Bund Naturschutz z.B. Gute Kontakte haben wir zu der Evangelischen Gemeinde. Wir haben auch keine Berührungsängste gegenüber den demokratischen Parteien: Otto Heimbucher, der Vorsitzende des Bund Naturschutz und CSU-Stadtrat, unterstützt uns, zur SPD haben wir gute Kontakte und Verena Osgyan von den Grünen lud uns zu einem höchst instruktiven und amüsanten Besuch des Landtags nach München ein.

Schon im  letzten Jahr bahnte sich auch eine engere Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Gostenhof an.

Was in Nürnberg zur Zeit im Mittelpunkt steht, das ist die Bewerbung um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“. Dazu müssen auch wir als Bürgerverein, ob wir wollen oder nicht, Stellung beziehen und natürlich möchte man unsere ehrenamtliche Mitarbeit, d.h. auch kreative Vorschläge. Es gibt ja bereits etliche „Leuchtturmprojekte“, „Kulturhauptstadtprojekte“ in unserem Stadtteil, die Fülle an Angeboten für Kinder auf dem ehemaligen Schlachthofgelände, dem sog. Leonhardspark.

Ein Vorzeigemodell haben wir ja auch in Ernst Jochers Stadtteilgalerie LeonArt mit ihren Ausstellungen und Lesungen.

Leider können wir mit der Entwicklung im Stadtteil, Grünzug hin, Grünzug her, nicht zufrieden sein. In der Schweinauer Straße hat sich seit unserer Begehung 2016 nichts getan. Das ist unsere ganz besondere Problemzone.

Mit der Verwaltung, also dem Bürgermeisteramt und den einzelnen Referaten, kommen wir immer wieder in der
Bürgervereinsrunde zusammen oder wir suchen einen Mitarbeiter direkt auf. Kooperativ sind eigentlich alle MitarbeiterInnen der Verwaltung, bei unserem Wunsch nach einem Grünzug scheint jedenfalls etwas herauszukommen. Auch beim Stadtteilarbeitskreis müssen wir uns mitunter sehen lassen. Die Zusammenarbeit mit unserer Dachorganisation AGBV, der Arbeitsgemeinschaft der Bürgervereine, funktioniert recht gut.

Was betrifft nun unseren Verein selbst? Es kommen immer wieder Menschen zu uns, die bei uns mitarbeiten wollen. Wir haben in Anita Raum unsere beste Werbeabteilung, Marketingmanagerin.

Unser Stadtteilmagazin spielt ebenfalls eine wichtige werbewirksame Rolle. Die Arbeit am Magazin geht uns ganz gut von der Hand, die Fotos macht Ernst Jocher, manchmal auch Anita Raum, die Gestaltung, der Druck und auch die Anzeigenwerbung liegen in der Hand Nicole Schwenks, ich kümmere mich um die redaktionellen Beiträge.

Noch verbesserungsbedürftig ist die Verteilung, das ist ein immer wiederkehrendes Thema. Und, natürlich sind wir daran interessiert, möglichst viele Berichte von Mitgliedern und MitbürgerInnen zu erhalten.

Unsere Webseite wird gut angenommen Sie könnte jedenfalls nicht besser gestaltet sein.

Eine gute Anlaufstelle ist unser Stammtisch, regelmäßig einmal im Monat.

Bitte weist die MitbürgerInnen, die irgendetwas auf dem Herzen haben, daraufhin, dass sie uns das am besten bei unserem Stammtisch sagen können. Wir reagieren in der Regel sehr prompt und sind zu jedem sehr nett. Und, dass sich unsere MitstreiterInnen bei uns wohlfühlen, merkt man bei jedem Stammtisch.

(Klaus Thaler)

 

 


 

Vorstandswahl

Bei der Jahreshauptversammlung am 25. Oktober 2018 mußte der Vorstand des Bürgervereins neu gewählt werden.

Der neue Vorstand ist identisch mit dem bisherigen.

Lediglich bei den Kassenprüfern gibt es eine Veränderung. Unser bisheriger Kassenprüfer Claus Bößenecker hat sich nicht mehr zur Verfügung gestellt. Wir danken ihm herzlich für seine langjährige Tätigkeit.

Ihm folgt als Kassenprüferin unser Mitglied Gabriele Hund.

 


 

Infos zur Bürgerversammlung vom Mi., dem 7. Februar 2018

Bürgerversammlungen finden alle 2 Jahre statt und sind immer gute Gelegenheiten, Anliegen bei der Stadtspitze direkt anzubringen. Fragen des Bürgervereins und Antworten der Stadt Nürnberg zur Bürgerversammlung 2018 hier lesen >>>

 


 

Jahreshauptversammlung

Dienstag, 27. Oktober 2017, 19.00 Uhr, Stadtteilbüro, Schwabacher Straße 63
Wir werden uns auch in diesem Jahr mit etlichen Problemen beschäftigen müssen: Müllentsorgung, Parkplatzprobleme, Verkehrsanbindungen, Erweiterung von Grünflächen usw. Arbeiten Sie bei uns mit! Manchmal erreichen wird doch etwas, und ansonsten bereitet es Freude mit aktiven Mitbürgern zusammen zu sein.

Wir laden Sie ein zur Jahreshauptversammlung am 27. Oktober 2017 und freuen uns, Sie kennenzulernen!

Klaus Thaler, 1. Vorsitzender

 


 

Geschichte der Säulen auf dem Quartiersplatz

Bürgervereinsrunde vom 27.7.2017 mit OB Maly und den Referatsvertretern
Die von uns gewünschte Tafel in der Wohnanlage „Leonhardspark“, die die Geschichte der Säulen auf dem Quartiersplatz erläutern soll, wird kommen, muss aber erst entworfen werden und durch den Kunstbeirat abgesegnet werden. Wenn der Entwurf fertig ist, sollen auch wir nochmals gehört werden.

 


 

Plakataktion am Weiher bei der Villa Leon

Bürgervereinsrunde vom 27.7.2017 mit OB Maly und den Referatsvertretern
Eine von uns initiierte und durchzuführende Plakataktion am Weiher bei der Villa Leon wird von der Stadt begrüßt und unterstützt. Wir wollen unsere lieben Mitbürger darauf hinweisen, auf die Sauberkeit am und im Weiher zu achten. Die Aktion muss nochmals mit SÖR abgestimmt werden. Wird wohl erst im Herbst durchgeführt werden.

 


 

Bessere Beleuchtung

Bürgervereinsrunde vom 27.7.2017 mit OB Maly und den Referatsvertretern
Die Beleuchtung in der Wohnanlage auf dem Schlachthofgelände soll verbessert werden.

 


 

Pflanzkästen in der Schweinauer Straße

Bürgervereinsrunde vom 27.7.2017 mit OB Maly und den Referatsvertretern
Der Zustand der Pflanzkästen in der Schweinauer Straße ist ein Dauerthema. Die Stadt ist sehr gerne bereit wieder eine Neubepflanzung durchzuführen. Die Anwohner werden jedoch gebeten, Patenschaften für die Pflanztröge zu übernehmen.

 


 

Kinder auf dem Bahndamm

Bürgervereinsrunde vom 27.7.2017 mit OB Maly und den Referatsvertretern
Der Hinweis eines Bürgers aus Schweinau, dass Kinder auf den Bahndamm klettern und sich auf den Schienen rumtreiben, wird ernst genommen, eine Abhilfe sei aber schlecht möglich. Dies sei eine Fall für die elterliche Aufsichtspflicht.

 


 

Einkaufswagen im Viertel

Bürgervereinsrunde vom 27.7.2017 mit OB Maly und den Referatsvertretern
Einkaufswagen, die in langer Reihe im Viertel rumstehen, sind ein Ärgernis. Eine elektronische Bremse, sobald die Wagen das Terrain der Discounter verlassen, gebe es, dies könne aber auch wieder umgangen werden, außerdem ist dies eine Kostenfrage.

 


 

Gelbe Säcke

Bürgervereinsrunde vom 27.7.2017 mit OB Maly und den Referatsvertretern
Die „Gelben Säcke“ sollen auch in Nürnberg Zug um Zug durch „Gelbe Tonnen“ ersetzt werden. Grundsätzlich kann aber an diesem schwachsinnigen Entsorgungskonzept dank der doch sehr erfolgreichen und gut geschmierten Lobbyarbeit der Entsorgungsunternehmen im Deutschen Bundestag nichts geändert werden.