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Nachruf  für Toni Kromer

Leiter des KuRo (Kulturladen Rothenburger Straße)

 

 

Artikel aus unserem Stadtteilmagazin Ausgabe 14, Juli 2019

 

Nachruf für Toni Kromer

Es war ein besonderes Glück für den Stadtteil St. Leonhard, dass Toni Kromer und seine Frau Waltraud wenige Jahre nach der Eröffnung des Kulturladens Rothenburger Straße (KuRo) die Leitung des Hauses übernahmen.

Toni als gelernter Dekorateur, Berufsfachschullehrer und Dozent am Bildungszentrum fand die richtige Mischung für das Sozialexperiment, für den Tante-Emma-Laden der Kultur.

Es bildeten sich deutsche und ausländische Gruppen, Theatergruppen und Tanzkreise. Marionettentheater, Malen, Photographie,  Holzschnitzen, Glasbearbeiten, Töpfern und vieles mehr. Der KuRo hatte sehr viele Mitmachangebote und ein tolles Programm mit heute bekannten Kabarettisten wie Bernd Regenauer und Sigi Zimmerschied.

Die ersten Stadtteilfeste fanden im Hinterhof des KuRo statt und der Bürgerverein fand im KuRo einen Saal, in den er zu öffentlichen Diskussionsveranstaltungen einladen konnte. Leidenschaftlich wurde dort über den Bau der Müllverbrennungsanlage und die Zukunft des Schlachthofgeländes gestritten. Die Diskussionen um das Schlachthofgelände führten auch zur Gründung des Vereins „Sau raus – Kultur rein“. Es war ein Glücksfall für den KuRo, dass er eines der wenigen erhaltenen Gebäude auf dem Schlachthofgelände nutzen durfte und 2001 in die Villa Leon umzog.

Toni war auch als Rentner seiner Villa Leon eng verbunden. Die Vereinsmitglieder trafen sich weiterhin zu Kultur- und Weinreisen und vielen kulturellen Aktivitäten.

Toni trat schließlich auch dem Bürgerverein bei und brachte sich hier immer wieder mit seinem reichen Erfahrungsschatz ein.

Wir sind sehr dankbar für die gemeinsame Zeit, die wir mit Toni hatten und wissen es sehr zu schätzen, was er für unseren Stadtteil getan hat. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön.

(Marion Simon)