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Metzgerei Mooser

 

 

Artikel aus unserem Stadteilmagazin Ausgabe 2, Januar 2013

 

St. Leonhard, multikulinarisch

Wer vor Wochenenden oder Feiertagen durch die Kreutzerstraße schlendert, kann relativ regelmäßig vor einem Ladenlokal eine Schlange von Menschen bemerken.

„Panikkäufe? – vielleicht nähert sich gerade ein mit einem klingenden Mädchennamen benannter Tornado“, so denkt womöglich ein zufällig vorbeikommender Passant. Weit gefehlt, hier, in der Kreutzerstraße 54, befindet sich die Metzgerei Mooser, und das schon seit 1986, nachdem 1984 Johann Mooser aus Siebenbürgen gekommen war.

In vier Jahren kann also der Betrieb sein 30jähriges Bestehen feiern. Heute leiten der Schwiegersohn Harald Hubbes und seine Frau Margarete die Metzgerei, aber schon stehen die beiden Söhne, Johann und Thomas ihren Eltern zur Seite.

Es ist nicht von ungefähr, dass das Fleisch und die Würste, wie auch etliche Spezialitäten eine rege Nachfrage finden. Was die Moosers aus Siebenbürgen mitbrachten, das waren vor allem die Rezepte ihrer siebenbürgischen Spezialitäten: Wohl das Wichtigste, freilich, an Kenntnissen und Fertigkeiten trägt man nicht schwer.

Jetzt müssen wir doch einen kurzen „Werbeblock“ einblenden. Da der Verfasser dieser Zeilen selbst zu den Kunden Moosers zählt, weiß er bestens Bescheid: Ich empfehle die geräucherte Bratwurst, mit oder ohne Paprika, die „Deckele“, „Pastrama“, ein heiß gegartes Nackenfleisch, die geräucherten Haxen. Wannen voller „Grieben“ gehen über den Ladentisch, aber auch der bayerische Leberkäs ist bei den Kunden sehr beliebt.

Ein großes Geheimnis bleibt der „evangelische Speck“. So viel sei verraten, es handelt sich nicht um eine religiöse „Ritualspeise“. Was es ist, das sollte der geneigte Leser bei einem Besuch in der Metzgerei Mooser selbst herausfinden. Was so appetitlich in der Theke liegt, hat aber zunächst mal viel Arbeit gemacht. Ein Beispiel: Der Schweinespeck für die Grieben muss per Hand geschnitten werden. Eine Metzgerei ist ein arbeitsintensives Unternehmen – zur Zeit werden 20 Mitarbeiter, Verkäuferinnen und Metzger, bei Mooser beschäftigt. Über die Nachfrage muss sich unser Stadtteilmetzger keine ernsteren Sorgen machen. Einmal kommen viele Kunden aus dem Stadtteil selbst. Für Rumänen und Siebenbürger aus ganz Franken, aber auch aus Baden Württemberg ist unsere Traditionsmetzgerei ein Begriff. Bis nach Norddeutschland, ja nach Holland werden die Spezialitäten versandt.

Der Bürgerverein St. Leonhard / Schweinau freut sich auf das 30jährige Jubiläum!

(Klaus Thaler)